Im letzten Artikel habe ich beschrieben, wie man einen USB Stick mit "Windows to go" starten kann. Selbstverständlich gibt es auch einen automatisierten Weg, wenn man dieses Feature öfters nutzen möchte.

Innerhalb der Modern UI tippt man einfach “Windows to go”und wählt im Bereich Einstellungen das angezeigte Tool Windows To Go Startoptionen ändern.

win-to-go startoption

Standardmäßig ist die Option Nein ausgewählt und man muss den manuellen Start nutzen. Aktiviert man die Option Ja wird jedes Mal die Windows to go Installation vom USB Stick gestartet, wenn der Host aus dem ausgeschalteten Zustand und eingestecktem USB Stick angeschaltet wird. nach der Anmeldung startet das Modern UI Interface. Bei Windows 8.1 gibt es eine Möglichkeit direkt den Desktop nach erfolgreicher Anmeldung zu starten.

Diese Option ist leicht versteckt und ist in den Eigenschaften der Taskleiste zu finden. Auf der zweiten Registerkarte “Navigation” befinden sich die Checkboxen im Bereich Start Screen.

start-to-desktop

Aktivieren der Option “Go to the desktop instead of Start when I sign in” leitet den erfolgreich angemeldeten Benutzer direkt zum Desktop um. Mit dem Server 2012 R2 wird es auch eine Gruppenrichtlinie geben.


 
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July 12, 2013
@ 01:46 AM

Wieder stand ich vor einen Business Trip in die USA und wieder wollte ich wissen, ob man wirklich mit der modernen Technik und den vielgelobten Verfahren gut zurecht kommt. Wie sah meine Herausforderung dazu aus?

Microsoft World Partner Konferenz in Houston war das Ziel. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht nur mit meinem privaten Surface pro und einem Windows Phone 8 dort anzureisen. Der mobile Mifi ist mit einer USA tauglichen prepaid Karte versorgt und aufgeladen. Was musste ich installieren, um allen Business Anforderungen gerecht zu werden?

  • Office 2013 (ist vorinstalliert)
  • Lync 2013
  • WPC 2013 App
  • MIM App (Unsere App die ich vorstellen musste)
  • Yammer
  • Skydrive
  • VPN
  • Karten von Texas auf dem Lumia 920

Somit sind das Surface und das Smartphone einsatzbereit.

Dank des Stiftes und der perfekten Integration in OneNote, Word und in die Modern UI von Windows 8 war ich super flexibel bei der Erfassung von Informationen. Angenehm überrascht war ich von den vielen Leuten die mich auf mein Surface und meine Art und Weise der Arbeit angesprochen haben, wenn ich mit Stift und TypeCover gearbeitet habe. So konnte ich in vielen tollen Gesprächen demonstrieren, wie einfach und flexibel man mit der beschriebenen Ausstattung ist. Persönlich ist es definitiv der richtige Weg gewesen sich so zu organisieren und die Arbeitsweise umzustellen.

Mail konnte ich bequem trennen, da ich private Mails nativ abgerufen habe und die Firmenmails per OWA bearbeitet habe. Durch die interne Nutzung von SharePoint und Lync konnte ich immer und zu jederzeit mit den Kollegen kommunizieren und meine Aufgaben erfüllen. OneNote übersetzt meine Handschrift (die wirklich grausam ist) nahezu fehlerfrei in digitale Texte, die ich dann in Word oder Outlook nutzen konnte. Demoumgebungen für Showcases habe ich im Vorfeld per Azure installiert und kann diese per RDP erreichen. Private Bilder konnte ich direkt per VPN auf meine Synology kopieren und auf meine Musik und Installationsressourcen zugreifen.

Firmendaten mussten nicht auf meinem System gespeichert werden und kamen nicht mit meinen privaten Daten in Berührung. Dokumente werden direkt auf dem Firmen-SharePoint gespeichert und stehen den Kollegen bereit.

Die Akkulaufzeit des Surface pro ist mir ca. vier Stunden etwas begrenzt, aber es gab überall Tische mit Steckdosen und so konnte ich mein Handy und mein Surface aufladen. Nicht einmal stand ich komplett ohne ein Device da.

Mit der Windows to go Technologie wird man noch flexibler, falls man keine VDI nutzen kann, oder keine Onlineverbindung herstellen kann. Hierdurch kann man sogar das Betriebssystem von privaten System trennen, was die Sicherheit und die Datensicherheit deutlich steigert.

Mein Fazit:

ByoD funktioniert rein technisch gesehen wunderbar und ich hatte nie das Gefühl irgendwas zu vermissen. Die Hardware ist leistungsstark und für meinen Job vollkommen ausreichend. Ich nutze überwiegend nur Office (inkl. Project und Visio) und komme mit dem 10 Zoll Display gut zurecht. für längere Tätigkeiten habe ich den HDMI und VGA Adapter.

Navigation über das Nokia Lumia 920 ist eine wahre Pracht und durch den Mifi bin ich unabhängig von statischen oder öffentlichen WLANs.

Solltet ihr das nicht nachvollziehen können, dann kann ich nur empfehlen diesen Test selbst zu machen, denn danach wollt ihr einfach nichts anderes mehr nutzen. Ich werde mein Android Tablet nicht mehr brauchen, die aktuelle Konfiguration ist perfekt abgestimmt und ich bin vollkommen zufrieden.


 
Categories: Office | Security | Windows 8

July 10, 2013
@ 02:01 AM

Seit Windows 8 gibt es die Möglichkeit über einen USB 3.0 Stick ein vollwertiges System zum mitnehmen zu erzeugen. Um so mehr interessieret mich die Windows 8.1 to go. Ein 32 GB USB 3.0 Stick reicht vollkommen aus, um das System zu installieren. Noch besser, wenn man diesen geschenkt bekommt und die Installation überspringen kann. Um die Windows Installation nutzen zu können sollte der Host in de Lage sein die Anforderungen von Windows 7 zu erfüllen. Weiterhin empfehle ich Windows to go nur zu nutzen, wenn die Hardware USB 3.0 unterstützt. Ich habe mich für mein Surface pro entschieden, diese Plattform unterstützt alle Anforderungen.

Um den USB stick zu booten muss man zuerst das aktuelle System runterfahren und das Surface ausschalten, Stick einstecken und dann mit gedrückter Lautstärke - (minus) wieder einschalten. Sobald der USB Stick gefunden wurde kann man den Lautstärke Knopf loslassen.

Der erste Start verläuft Windows 8 typisch. Über die Microsoft ID werden alle notwendigen Einstellungen synchronisiert und das System steht zur Verfügung. Skydrive ist ein feste Bestandteil des Systems, somit sind alle Daten auch im “to go” System verfügbar. Ich war über die Geschwindigkeit beim booten und bei der normalen Arbeit überrascht. Ein älterer Versuch mit einem USB 2.0 Stick war desaströs. Die Installation dauerte ca. 4 Stunden und das erste booten dann noch mal eine gute Stunde. Seit USB 3.0 reden wir nur noch über Sekunden!

Biometrische Authentifizierung und Smartcards Reader werden komplett erkannt und von System unterstützt. Bitlocker kann den Stick verschlüsseln, um die Datensicherheit noch weiter zu erhöhen.

Die Modern UI wurde weiterentwickelt, was zur Folge hat, dass man die Kacheln, ähnlich wie beim Windows Phone 8, in vier unterschiedlichen Größen darstellen kann. Sollte der Platz nicht ausreichend genug sein, kann die komplette Darstellung verkleinert werden. Wie bereits aus diversen Meldungen zu entnehmen war, ist der Startknopf wieder da. Die einzige Funktion ist jedoch, dass man das Windows 8 typische Startmenü sieht und nicht das klassische Menü wie z.B. bei Windows 7.

Durch die neuen und bequemen Sicherheitsfeatures wird Windows 8.1 für mich absolut Enterprise ready. Nutzt man das Windows to go Prinzip durchgängig erfüllt das Unternehmen auch gleichzeitig die rechtlichen Anforderungen (Compliance), wenn ein Mitarbeiter ins Ausland reist. Die Daten werden vom System getrennt transportiert und stellen keinen direkten Bezug zwischen Hardware und Software her.

Mit den nächsten Versionen von Windows 8.1 wird auch der Marketplace aktiviert, um das System zu komplettieren.


 
Categories: Security | Windows 8