Seit Samstag den 02.07.2011 bin ich stolzer Besitzer eines Acer Iconia Tab A500. Auf dem Gerät ist Android 3.0.1 installiert. Nach kurzer Startphase, mussten nur schnell ein paar landesspezifische Daten eingegeben werden und schon war das Pad bereit. Sofort wurde mein privates WLAN gefunden, welches mit n-Standard betrieben wird. Sofort nach Internetzugang wurde durch Acer ein System Update eingespielt.

Um den Markplatz von Android nutzen zu können benötigt man ein Gmail Konto, welches ich problemlos über den Markplatz erstellen konnte. Danach hat man die frei Auswahl an Apps. Das Angebot ist echt bombastisch. Für jeden Zweck findet man eine Vielzahl an Apps und die meisten sogar kostenfrei! Probehalber habe ich mir die Apps installiert die ich von meinem iPod und meinem Windows Phone 7 kenne und die Qualität ist bei allen Systemen gleich.

Auf dem Tab ist als Browser selbstverständlich Google Chrome installiert. Der Browser ist echt flott, wenn man bedenkt, dass in dem Tab nur ein 1 GHz Prozessor seine Arbeit verrichtet. Wenn man eine Browsersession hat, in der Z.B. Fotos oder Chat Fenster eingeblendet werden, dann zeigen sich dennoch Schwächen. Das neue Fenster fängt stark an zu flackern und macht wirklich keinen Spaß. Ansonsten habe ich nichts gefunden, was nicht wirklich funktioniert. Sollte ein Plug-In fehlen, dann kann man das aus dem Marktplatz nachinstallieren und schon ist es ok. Das Scrollen und das Umschalten zwischen den Browser-Tabs funktioniert sehr flüssig. Hervorragend funktioniert die Pivot Funktion des Tabs in alle Richtungen und das Zoom mit Multi-Touch reagiert sehr schnell. Wenn man einige Seiten zoomt, dann kann man auch über die leichte Ungenauigkeit des Tabs hinwegsehen, das es bei kleinen Icons manchmal hat (oder meine Finger sind einfach zu groß).

Als Grafikchip ist ein Nvidia verbaut, der für HD Filme mit 720p vollkommen ausreichend ist, damit Filme ruckelfrei abgespielt werden. Acer liefert einige Spiele mit, die auch im HD Modus super flüssig laufen und mit sattem Sound wirklich Spaß machen. Gesteuert wird das mitgelieferte Need for Speed mit dem G-Sensor. Dabei kommt echtes Lenkrad Feeling auf. Bisher fehlt mir aber ein Office Paket, damit ich wirklich zufrieden wär. Bisher gibt es nur rudimentäre Ansätze die nicht wirklich gut sind. Ok, dafür habe ich mir das Pad auch nicht geholt, aber für einen Test wär es schon schön gewesen, auch mal ein Word Dokument zu verfassen und nicht nur zu betrachten (über Documents to Go).

Klasse finde ich, dass das Pad eine USB Schnittstelle und einen HDMI Anschluss hat und sich somit ganz deutlich vom Apple iPad abhebt. Über die USB Schnittstelle kann man nicht nur Daten wie Bilder und Musik abrufen, sondern auch Daten direkt auf das Pad kopieren. Zum Installieren von Apps ist es auch ok, da würde ich aber lieber direkt den Markplatz nutzen, das ist einfach bequemer. Über einen Kartenslot kann man das System erweitern. Mit bis zu 64 GByte microSDHC Karten kann man somit den internen Speicher aufrüsten und dieser steht sofort zur Verfügung.

Das glänzende Display ist für den Außenbetrieb bei starker Sonne nicht wirklich gut, aber in der Wohnung sehr brillant in der Wiedergabe von Bildern und Filmen. Damit man immer den sauberen Durchblick hat, legt Acer ein Microfasertuch dazu, um die vielen Fingerspuren verschwinden zu lassen.

Somit bleibt für mich als Feedback nur zu sagen, dass das Pad eine sehr gute Alternative zum iPad ist und sich für mich voll gelohnt hat. Acer hat zum 11.07 das Update 3.1 für Android angekündigt, welches dann einige Macken ausbügeln soll. Ich bin gespannt und werde sicher wieder berichten.